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H.-P.Weigel




-Vorbilder Transportberichte-


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Felbermayr

Ein paar Mal hatte ich Gelegenheit,  Transporte von  Felbermayr zu dokumentieren. Hier zunächst ein Trafotransport im Oktober 2001. Es wurden zwei Trafos von der Trafo Union zum Hafen Nürnberg zur Verschiffung gebracht.  Die Stückgewichte lagen bei 151 und 211 Tonnen.


Darf ich vorstellen: die beiden Hauptakteure bei dem Einsatz, die Flaggschiffe, Zugmaschinen mit 800 und 601 PS von ÖAF und Steyr und im Hintergrund einer der beiden Plattformwagen, mit denen die beiden Trafos, transportiert wurden.


Eine der beiden Zugmaschinen rangierte den 1000-Füßler unter den ersten Trafo. Ein 500- Tonnen Kran aus dem Hause Liebherr, der von Schmidbauer gestellt wurde, hob den Koloss hoch.
Mit einem Gabelstapler wurden die Stahlträger und die Elefantenfüße, auf denen der Trafo ruhte, entfernt und danach auf dem Plattformtieflader abgesetzt. 


Nach Beendigung des Manövers kuppelte die Zugmaschine um und zog den Trafo weg, um ihn dann rückwärts bis zur Abfahrt in Warteposition zu rangieren. Danach war der zweite Trafo an der Reihe.


Hier rangiert die 601 PS starke  Steyr den Transporter unter den Trafo. Pünktlich um 19.00 Uhr: der erste Trafo  im rechten Bild macht sich auf die Reise.


Es dämmert bereits, als der Konvoi mit dem ersten Trafo, bestehend aus Polizei, dem Schwertransport, einem Begleitfahrzeug, meiner Wenigkeit und einem Schlußfahrzeug, mit dem ersten Trafo Richtung Hafen abbiegen. Die Verladung beider erfolgt zügig, ohne Probleme. Der Trafo ist angehoben. Gleich wird der Kran sich drehen, um den Koloss im Bauch des Schiffes verschwinden zu lassen.
Der zweite Trafo  ist eingetroffen. Es hat stark abgekühlt. Am Wasser entsteht Nebel, die eingeschal-
teten Scheinwerfer verbreiten ein diffuses Licht. Dennoch geht die Verladung zügig voran. Um 24.00 Uhr ist alles vorbei. Die beiden Trafos stehen sicher im Rumpf der RoRo Simmental.
Die beiden Bilder zeigen das Anschlagen der armdicken Trossen, mit denen die Schwergewichte verladen wurden und das Anheben des zweiten Umformers.


In einer weiteren Aktion wurden ein 315 Tonnen und ein 300 Tonnen wiegender Trafo transportiert.
Transportmaße: Breite 4,00 m, Höhe 6,00 Meter.


Hinter diesen Mauern befindet sich das Prüffeld der Trafo Union von Siemens mit zwei ca. 500 Tonnen tragenden Hallenkranen. Während der 315 Tonnen Trafo bereits verzurrt auf dem Tieflader steht und auf die Abfahrt wartet, befindet sich der 300 Tonner  hier in dieser Halle.  Hier erfolgten die Vorbereitungen für seine Verladung. Das Betretender Halle  und das Fotografieren darin war strengstens untersagt.   
Als ich am Ausgangspunkt der "Show" ankomme, ist der größere der beiden Trafos schon verladen und steht abfahrbereit auf dem Hof. Der 500 Tonnen Kran von Schmidbauer wurde abgebaut und zum Hafen umgesetzt, um dort gemeinsam mit dem LTM 1800 von Felbermayr die Verladung in das Schiff vorzunehmen.



In Absprache und Begleitung durch die Polizei starten wir kurz nach 18.30 Uhr .
Der Transport ist nach ca 10 Minuten am Nadelöhr, der Minervabrücke, angekommen. Bei einer Transporthöhe von 6,00 Metern und einer Brückenhöhe von 6,05 m keine leichte Aufgabe, den Transport hindurch zu manövrieren.  Während sich dahinter die Fahrzeuge stauen, rückt der Koloss Zentimeter um Zentimeter vor. Der Unfallhilfswagen der VAG dient als Kontrollfahrzeug. Nach über einer Stunde Vorantastens ist die Engstelle genommen. Der Transport hält kurz an um die sich stauenden Fahrzeuge vorbei zu lassen. Danach geht es zur nächsten Hürde weiter, der Einmündung der Katzwanger Straße, wo die Oberleitung der Straßenbahn anzuheben, bzw. Tragseile davon zu entfernen sind. 


Warten auf das Signal die Kreuzung überqueren zu können. Mittlerweile stauen sich die Fahrzeuge wieder.
Nach gut 2 Stunden Fahrt ist der Transport am Kai angekommen.


Zügig geht die Verladung  von statten. Das Gespann fährt sofort nach der Entladung zurück um Trafo Nr. 2  aus der Prüffeldhalle abzuholen.
Während  die Verladung von Trafo eins am Hafen auf vollen Touren läuft, wird nach der Ankunft das Transporters in der Prüfhalle der zweite Trafo zur Reise fertig gemacht. Gegen  0.30 Uhr hatte eine erschöpfte Mannschaft  alles in "trockenen Tüchern".