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H.-P. Weigel


Modellbautipps November 2010

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Kupplungswagen Spur 0
Mit dem Erscheinen der Köf von Lenz und verschieder Waggons traf ich für mich die Entscheidung, mit den vielen verschiedenen Kupplungsarten (Lenz, Fleischmannhaken, SchraubenKuplung, Rivarossi-Lima) ein Ende zu machen. Alle Waggons werden nach und nach auf Lenzkupplungumgebaut. Dies ist bei mir nötig, da ich auf meiner Anlage einen sehr engen Radius habe, der nur 2-achsige Waggons zuläßt. und auch nur kurze, dreischsige Lokomotiven oder Drehgestellloks.
Die Umrüstung auf Lenz hat jedoch den Nachteil, dass Waggons aus meinem Bestand bei Modultreffen u.U. nicht mitfahren können, oder nur sehr bedingt, weil immer auch eine Zuglok mit Lenzkupplung da sein muß. Nun verfügen die Lenz Fahrzeuge aber auch über einen Haken als Kupplung an ihren Fronten, was das Mitführen bzw.Kuppeln mit Modellen mit Schraubenkupplungen ermöglicht. Dieser Umstand brachte mich auf die Idee, beim Bau eines Bausatzes eines Mittelbordwagen von 0-scale-modells, einseitig eine Schraubenkupplung und eine Lenzkupplung anzubringen. Entfernt man bei Loks mit Schraubenkupplungen das am Haken befindliche Kupplungsgehänge, kann der Wagen jederzeit trotzdem mit der Schraubenkupplung des Waggons an der Lok angehängt werden.
Der Zwischenwagen gestattet jedoch Triebfahrzeuge, die über keine Lenzkupplung verfügen, als Adapterfahrzeug zwischen Lok und Zug eingereiht, einen Lenzzug an einer Lok mit Schraubenkupplungen mitzuführen. Auf diese Weise reduziert sich der Kupplungssalat auf nur 2 Kupplungen.    


Deutlich zu erkennen: der Kupplungshaken, der die Mitnahme von Schrauben gekuppelten Fahrzeugen erlaubt.

Der Mittelbordwagen ist über den Hakenan der Köf mit der Schraubenkupplung gekuppelt. Pufferfahren ist möglich.

Zum Vergleich die beiden Kupplungesmöglichkeiten: Links Haken-, rechts Lenzkupplung.

Kranzug in Anlehnung an den 160 Tonnen DB Kran.

Krane haben schon immer eine große Anziehung auf mich ausgeübt. Das galt auch für die Geräte der DB. Da ich als Nachkriegskind die Dampfbagger nicht mehr erlebt habe, faszinierten mich die Dampfkräne der DB ganz besonders. Bevor ich aber an Unterlagen über Dampfkrane gelangte, erhielt ich mit einem alten Ordner von krupp kranbau auch ganz magere Unterlagen zum 160 Tonnen DB-Kran, der nur in 3 exempalren gebaut wurde. Trotz der ungenügenden Unterlagen und eines einzigen einsatzfotos,das ich hatte entschloß ich mich zum Bau eines Kranes, der dem Vorbild nicht entsprechenkonnte,aberstark daran angeleht sein sollte. Als ich nun vor einigen Wochen in Staßfurt den Kran persönlich erlebte, war klar, das Modell nachträglich so weit als möglich an das Vorbild anzugleichen. Es war faszinierend das gerät einmal selbst zu sehen und inAugenschein nehmen zu können. Wer Bilder davon sehen möchte findet diese unter Galerie Vorbilder / Eisenbahn / Staßfurt.
Beim Bau des Modells mußte eine Reihe von Dingen berücksichtigt werden. Wegen einer guten Kurvenläufigkeit musste ich z. B. leider auf  2 Achsen verzichten.aus Sorge über die Einhaltung der transporthöhe habe ich damals auf den A-Bock verzichtet. ichmöchte versuchen diesen nachtrräglich noch anzubauen.ich hoffe, es gelingt.
 
Zur Zeit bin ich dabei, aufgrund der gemachten Bilder, den Kranschutzwagen und den Gegengewichtswagen neu zu bauen bzw. zu ergänzen. Trotzdem möchte ich an dieser stelle das Modell in seinem augenblicklichen Zustand zu  zeigen. allerdings wird der unten gezeigte SSY schon nicht mehr als Gegegewichtswagen, sondern zum Coiltransport eingesetzt.   
Kran und Schutzwagen, der Schutzwagen entstand im Eigenbau er ist für den Einsatz mit einer leichten und einerschweren Traverse bestückt.

Der Schutzwagen aus der Nähe.

SSY als Transporter für das Gegengewicht.

Der Kran im Zugverband. Interessant war der Abbau des Gegengewichtes beim Original. mit wegeklappen Puffern. Dies wird leider bei dem Modell nicht machbar sein. auch kein Puffer an Pufferfahren,da diePuffer aus Weißmetall gegossen sind und nicht federn. Sobald es neues zu Bericht gibt, wird diese Ausgabe der Modellbautipps ergänzt.

Schneller als erwartet kann ich hier noch ein paarergänzende Bilder zeigen. Der Schutzwagen wurdezwischenzeitlich angepasst und teilweise mit Ausrüstung bestückt. 

Die Draufsicht zeigt deutlich die Unterbringung der Unterlagen oder Matratzen. An Bord befindet sich auch ein Hilfsaggregat, ein paar alte Autoreifen, Fässer mit Schmiermittel oder Hydraulikflüssigkeit, eine mobile Tankanlage und das Auflager für den Ausleger. Es ist für die Kurvenfahrt schwimmend gelagert. Eine Traverse und Seile mit Schäckeln werden die ausrüstung noch vervollständigen. Als nächstes soll der Gegengewichtswagen in Angriff genommen werden. Was noch aussteht ist die gelbe Lackierung des Waggons.

Der Schutzwagen wurde von mir wie das Vorbild mit einer 950 liter Tankanlage, zwei Fässern für Hydrauliköl, Unterlagen fürdie Stützteller, einem Hilfsaggregat Altreifen zum Unterlegen, Traversen, Kanthölzern und einer (zum Zeitpunkt der Aufnahme noch beim Lackieren befindlichen) Kiste mit Schäckeln ausgerüstet. Auf dem Gegengewichtswagen  ist nur das Gewicht verladen.    

Drei Waggons - 1000mm Länge. Mit Gerätewagen und Mannschaftswagen wird sich diese Länge ca. verdoppeln.

Und hier der in Bau befindliche Mannschaftswagen ohne Dach und geänderter Inneneirichtung.

Um das Modell innen etwas zu beleben habe ich einen Aufenthaltsraum links eingebaut. daran schließt sich eine Küche an. Anschließend folgen die Kabinen der Mitarbeiter.einer von Ihnenliegt und schläft. ganz rechts befindet sich einwaschraumder inzwischen nocheine Dusche erhalten hat. Die Toilette ist nicht sichtbar und deshalb weggelassen.
Und hier der Kranzug mit Mannschaftswagen.

Ein neuer Kranwagen ist im Entstehen: 90 to Dampfkran. Ich bin selbst schon gespannt, wie er wird...

Der Unter- und Oberwagen im Rohbau.
Blick in den Oberwagen hinter den Klappen sitzen die Kurbeln.

Der Kran im Bauzustand probehalber aufgebaut.
Einen 80 cm Radius durchfährt das Modell. Die beiden Fahrwerke sind aus Weißmetall und Messing, eingebettet in eine Karosserie aus Polystyrol. Die Abdeckungen der Kurbeln werden mit Magnetfolie gehalten .die Stüzen laufen "satt saugend". Dadurch ist Standfestigkeit garantiert. 

Der Kran nach der Lackierung zusammengebaut. Vorne die Steckkurbel und der dorn zum Absenken der Stützen.
Beide Haken können bewegt werden.

Im Moment sind die Kupplungen ausgegangen. Sobald ich wieder Kupplungen habe, werden diese montiert.

Was noch fehlt: der Gegengewichtswagen, ein Mannschafts - und Gerätewagen.

Und hier der gesamte Zug, mit Mannschaftswagen und Gerätewagen.
 
Und hier mein jüngstes Stück, ein Krupp Ardelt 80 Tonner, wie er seit den 70ziger Jahren bei der DB im Einsatz ist. Eine Zeichnung aus dem EM 2/1999 und viele Fotos aus dem Internet haben es möglich gemacht.

Der Kran nach nur zwei Bautagen

Und hier der Kran im Rohbau zusamnmengebaut. Ein paar Kleinigkeiten, wie Stützen, und -teller, sowie die Arretierungen für die Stützen fehlen noch.

Gleis und Weichenbau unter der Fahrleitung? Kein Problem . Reichweite 15 Meter ab Drehpunkt beim Original sind 333 mm im Modell.

Bergungen und andere Kranarbeiten? Kein Problem. Der Kran schafft das. Die Krane dieser Reihe wurden ab 32  bis 80 Tonnen für den Dienst bei der DB beschafft. Auch von Gleisbaufirmen.

copyright H.-P. Weigel
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